Hallo, Hi there, Hei und Merhaba – Studierende aus allen Ecken der Welt kamen vergangene Woche zur StuTS an die Universität Stuttgart. StuTS ist die „Studentische Tagung Sprachwissenschaft“ und findet einmal im Semester an wechselnden Universitäten in Deutschland statt. Zur 78. Auflage der Tagung reisten rund 150 Studierende aus allen Bundesländern, aber auch aus den USA, Tschechien und Simbabwe nach Stuttgart.
Organisiert von Studierenden für Studierende
Die StuTS ist eine von studentischen Teams organisierte fünftägige Konferenz, die Studierende aller sprachwissenschaftlichen Fächer zusammenbringt. „Dieses Jahr hatte die StuTS wieder Heimspiel in Stuttgart, wir haben sie bereits zum zweiten Mal an der Uni organisiert“, sagt Timo Völker, der Linguistik im dritten Semester studiert.
Das Ziel der StuTS ist es, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, sich kennenzulernen und untereinander auszutauschen. Egal, in welcher Phase des Studiums man sich befindet – jeder kann mitmachen. In Vorträgen und Postersessions präsentierten Studierende die Themen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten, aber auch Seminarprojekte wurden rege diskutiert. „Wir hatten rund 50 Vorträge von angewandter über historische Linguistik bis hin zu Psycho-Linguistik“, sagt Laura-Mercedes Ortmann, die ebenfalls zum Stuttgarter Organisationsteam gehört. „Es war so ziemlich jedes Fach vertreten, also konnte man einiges lernen.“
Stuttgarter Linguistik zeigt, was sie ausmacht
„Unsere Studierenden haben mit der StuTS ein großartiges Programm auf die Beine gestellt sowie Ausdauer und hohes Engagement bei den Vorbereitungen gezeigt“, sagt Professor Daniel Hole vom Institut für Linguistik an der Universität Stuttgart. „Für die teilnehmenden Studierenden ist die StuTS eine tolle Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und zu zeigen, was sie geleistet haben. Und ob Sie es glauben oder nicht, wir Dozierende hatten mit der Organisation fast nichts zu tun. Die wurde allein von den Studierenden gewuppt und federführend von Mete Saltik betreut.“
Auch Expert*innen aus Wissenschaft und Lehre gaben Einblicke in ihre Forschungsprojekte: Von der Syntax deutscher Gebärdensprache über antike Zaubersprüche bis hin zu Argumentation und außergewöhnlichen Sprachen, wie das paraguayische Guaraní. „Mit den Keynotes konnte man sich ein gutes Bild davon machen, woran hier in Stuttgart geforscht wird“, sagt Timo Völker.
Gemeinschaft stärken und vernetzen
Während fünf intensiver Tage Networking und fachlicher Diskussionen blieb auch für persönlichen Austausch genügend Zeit. Laura-Mercedes Ortmann und Timo Völker sorgten gemeinsam mit ihren Kommiliton*innen für ein vielfältiges Freizeitprogramm: Beim gemeinsamen Frühstück, einer Game Night mit Brettspielen, Mario Kart und Mario Party sowie einer Kneipentour durch Stuttgart lernten die Studierenden sich untereinander noch besser kennen. So manche Teilnehmenden machten sogar vom Couchsurfing Gebrauch und fanden bei Stuttgarter Gastgeber*innen zu Hause Unterkunft.
„Die StuTS ist immer wieder eine tolle Möglichkeit, den eigenen Studienstandort zu vertreten“, sagt Timo Völker. Laura-Mercedes Ortmann findet: „Wir sind zwar ein kleiner Studiengang, aber solche Events beweisen: Das große Interesse an Sprache schweißt uns zusammen.“
Jacqueline Gehrke
Onlineredakteurin